Mieten oder Kaufen? Der Entscheidungs-Guide für Eventcontainer
Eventcontainer sind die Schweizer Taschenmesser für Markenauftritte – Pop-up-Store, Bar, Bühne, Workshopbox? Geht alles. Bleibt die große Frage: Mieten oder kaufen? Dieser Guide hilft dir, schnell (und smart) zu entscheiden – ganz ohne Mathe-Ballast.
TL;DR – die Kurzfassung
- Mieten passt bei seltenen, kurzfristigen oder variierenden Einsätzen.
- Kaufen lohnt sich bei regelmäßigen Roadshows, fixem Setup und starkem Branding-Fokus.
- Daumenregel: Ab vielen Einsätzen pro Jahr (häufig ab ~8–12, je nach Ausstattung & Logistik) kippt es meist Richtung Kauf.
Warum Mieten glänzt ✨
Flexibel: Modell wählen, liefern lassen, loslegen.
Kosteneffizient kurzfristig: Du zahlst nur für den Einsatzzeitraum.
Kein Lager, kein Stress: Nach dem Event geht der Container zurück.
Technisch up to date: Mietflotte = gepflegt, gewartet, einsatzbereit.
Ideal, wenn du…
- 1–4 Einsätze pro Jahr hast
- Formate/Orte häufig wechselst
- erst testen willst, ob Container-Setup zu dir passt
Warum Kaufen rockt 🚀
Dein Look, deine Regeln: Branding, Grundriss, Technik – genau so, wie du’s brauchst.
Planbarkeit: Immer verfügbar, keine Peak-Engpässe.
Langfristig günstiger: Bei hoher Auslastung rechnet es sich.
Markenwirkung: Wiedererkennbare Bühne deiner CI.
Ideal, wenn du…
- 8+ Einsätze pro Jahr planst
- ein wiederkehrendes Setup nutzt
- unterwegs eine mobile Markenwelt aufbaust
Rechenbeispiel
Stell dir vor:
- Kaufpreis: 38.000 €
- Miete pro Einsatz: 3.500 €
- Betriebskosten im Eigentum pro Einsatz: ca. 1.200 € (Transport, Auf-/Abbau, Lageranteil, Wartung)
Einfach gedacht: Wenn du oft unterwegs bist, sammeln sich Mietkosten schnell. In so einem Szenario merkst du: Nach rund anderthalb Dutzend Einsätzen ist der Kauf meist günstiger – besonders, wenn du im nächsten Jahr weiterfährst und das Setup stabil bleibt.
Wichtig: Jede Tour ist anders. Logistik, Lager und Ausstattung können den Kipp-Punkt nach oben oder unten schieben.
Kostenfaktoren – woran du wirklich denken musst
Bei Miete:
- Mietrate je Event/Zeitraum
- Transport, Kran, Auf-/Abbau
- Extras (Grafiken, Möbel, Technik)
- Versicherung (Event/Haftpflicht)
Bei Kauf zusätzlich:
- Lager & Einlagerungslogistik zwischen den Einsätzen
- Wartung, Instandsetzung, Prüfungen
- Re-Branding/Umrüstung für neue Kampagnen
- Kapitalbindung/Leasing
Reality-Check: Dein Entscheidungsraster
Frage | Tendenz Mieten | Tendenz Kaufen |
---|---|---|
< 5 Einsätze/Jahr | ✅ | |
≥ 8 Einsätze/Jahr | ✅ | |
Start in 2–4 Wochen | ✅ | |
Fixes, wiederholbares Setup | ✅ | |
Keine Lagerfläche vorhanden | ✅ | |
Starkes, dauerhaftes Branding | ✅ | |
Jedes Event anderes Konzept | ✅ |
Zwei Mini-Cases aus der Praxis
1) Festival-Pop-up (Sommer, 3 Einsätze)
Ziele: schnell, saisonal, wechselnde Städte.
→ Mieten. Geringe Fixkosten, kein Off-Season-Lager, flexible Ausstattung.
2) Roadshow (9 Monate, 12 Stopps, ein Setup)
Ziele: Wiedererkennbarkeit, On-Tour-Effizienz, CI-Konstanz.
→ Kaufen. Bei so vielen Einsätzen zahlt sich Eigentum meist aus – vor allem, wenn die Tour in Jahr 2 weiterläuft.
Nachhaltigkeit ♻️ – beides kann grün sein
- Mietflotte: Hohe Auslastung = gute Ressourceneffizienz.
- Eigentum: Langlebig, vielfach nutzbar, Umbau statt Neubau.
- Game Changer: Clevere Tourplanung, modulare Innenausbauten, LED & Energiemanagement.
Checkliste – bevor du entscheidest
- Wie viele Einsätze pro Jahr sind realistisch (konservativ schätzen!)?
- Bleibt das Setup über mehrere Events gleich?
- Wie schnell musst du starten?
- Gibt’s Lagerfläche oder einen Lagerpartner?
- Welche Technik ist fix, was ist optional?
- Wie wichtig ist ein dauerhaftes, individuelles Branding?
Häufige Stolpersteine (und wie du sie vermeidest)
- „Transport frisst das Budget“ → Routen bündeln, regionale Hubs nutzen.
- „Umbau dauert ewig“ → Modulares Innenleben planen, frühe Bemusterung.
- „Branding nicht wetterfest“ → Outdoor-Materialien, Kanten/Ösen mitdenken.
- „Genehmigungen?“ → Frühzeitig klären: Statik, Brandschutz, Auflagen.
Entscheidung in 30 Sekunden – der Quick-Quiz
Zähle deine Häkchen:
- Ich plane ≤ 4 Einsätze in den nächsten 12 Monaten. → Mieten +1
- Ich brauche in ≤ 1 Monat eine Lösung. → Mieten +1
- Mein Setup ist jedes Mal anders. → Mieten +1
- Ich plane ≥ 8 Einsätze/Jahr für 2 Jahre. → Kaufen +1
- Ich will starkes, dauerhaftes Branding. → Kaufen +1
- Ich habe Lager/Logistik im Griff (oder Partner). → Kaufen +1
Mehr Punkte bei Mieten → Mietmodell prüfen.
Mehr Punkte bei Kaufen → Eigener Container lohnt sich.
Gleichstand? Hybrid: Erst mieten & testen, später kaufen.
Mein Fazit
Mieten gibt dir maximale Flexibilität und einen schnellen Start. Kaufen spielt seine Stärken aus, wenn du regelmäßig auf Tour bist und dein Markenerlebnis konsistent halten willst. Am Ende entscheiden Einsatzhäufigkeit, Zeitplan und Branding-Tiefe – der Rest ist Feintuning.